René Reinhard
geboren am 18. November 1939
vom 6. bis zum 30. Altersjahr ausgesperrt in Jugendheime, Zucht-Häuser und psychiatrische Anstalten.
1971 letzter Disziplinierungs- und Normierungsversuch mittels Straf-Vollzug.
Dann: Entlassung in die sogenannte Freiheit, die er den "grossen Knast" nennt - voller äusserer und innerer Gefangenheiten, in denen die meisten Menschen sich winden, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Weiter: Leben in WG's oder als im Nirgendwo Sesshafter. 1978 bis 1980 wohnt und arbeitet er in französischen "Bidonvilles"

Zurückgekehrt ins Land seiner Heimatbescheinigung, fängt er an zu schreiben: über gesellschaftlich Benachteiligte, über Fremdbeherrschte und Selbstunterdrücker und über soziale Ungerechtigkeit in Bezug auf Menschen, die einst als "Aussenseiter" missachtet wurden und auch heute noch verschleiernd als "Randständige" abgetan werden.
René Reinhard kennt worüber er schreibt.
Martin Dieterle, Radio Dreyeckland, Redaktion Basel

Ausserdem erschienen Portraits im "Beobachter", der "Basellandschaftlichen Zeitung" und im "KEM/auftrag".

VERÖFFENTLICHUNGEN:

Buch:
"Weisse Mauern", Kurzgeschichten, Brennessel-Verlag, Richterswil ZH

Geschichten und Artikel in folgenden Zeitungen und Zeitschriften:
Basler AZ, Basler Zeitung, Basellandschaftliche Zeitung, "freitag" (Deutsche Wochenzeitschrift), KEM/auftrag, Kirchenboten: BE, BS und ZH, Poch-Zeitung, Schweizer Feuilleton-Dienst, Tagesanzeiger-Magazin, Tell, Thommen's Senf (Szene-Blatt Basel), Vorwärts, WoZ.

Radio:
"Stroofzyt", Hörstück, DRS 1
Ausserdem Beiträge für: Aktuell SG, Dreyeckland BS und Dreyeckland D-Freiburg, DRS 3, Förderband BE, LoRa ZH und 24 ZH

Fernsehen:
FS DRS Rundschau "Armut in der reichen Schweiz" (Sowohl als Film-Portrait wie auch mit einem eigenen Beitrag direkt in der Sendung.)

Mappen:
(Texte zum Thema "Randgruppen" die, oft mit einer Illustration eines mir bekannten Künstlers versehen, von mir selbst gesetzt und gestaltet werden. Auflage jeweils 50 Stück. Abnehmer sind sowohl Privatpersonen aber auch Schulen und Bibliotheken.)

"Mir auch" mit Wini Sauter, Prosa (Über den Alkohol als Mittel, Probleme zu bewältigen.)
"Ausbrechen aber wohin?" Gedichte (Aus dem kleinen in den grossen Knast.)
"Spuren" mit Anna Meyer, Prosa (Erfahrungen mit der sog. Wirklichkeit.)
"Ganz schön irre, all diese Normalen" Gedichte
"Todsicher" Prosa (Über Aids und Berührungsängste.)
"Brandschwarz" Prosa (Über das Abfackeln von Schwarzen in den USA und eines Schwulen in Basel CH.)
"Die Fachfrau" Prosa (Über eine alleinerziehende Mutter und Sozialhilfe-Empfängerin.)
"Fluchtnacht" Prosa (Über Monopoly spielende Drogenkonsumumenten.)
"Gipfelstürmer" Prosa (Über die BIZ, ihren Lift und ein behindertes Kind.)
"Baselbieter-Schnitzel" Prosa (Heimat als Ware)
"O Tannenbaum" Prosa (Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte)
"Körbe, Kratten, Zeinen" Prosa (Über Kinderarbeit.)
"Beautiful Thing" Prosa (Ein Film und seine Folgen.)
"Lorbeer und Chrysanthemen" (Über die Beerdigung einer Dirne)

WEITERES:

Kulturfabrik Wetzikon ZH:
"1. Triviale" Text und Videoinstallation. U.a. zur Phopal-Katastrophe.

Diverse Texte zum Thema "Armut".
So z.B. über "Bildungschancen" von sozial Benachteiligten (für eine Tagung in Brüssel) und für die ATD-Ausstellung "Die reiche Bilderwelt der Ärmsten unter uns". Beitrag zum "Tanz auf dem Vulkan", einem Aktionstag für ein soziales Basel.

Studie "Armut im Kanton Basel-Stadt" Kapitel: Armut aus der Sicht von Betroffenen.

Bach-Jahr 2000
Kirche Wohlen: Bach (h-moll Messe) und Texte. Zusammen mit Patrice de Mestral.

Schule für Gestaltung Basel
Experte bei der Abschlussprüfung einer Fachklasse für Innenarchitektur, Bau- und Produktegestaltung zum Thema "Randgruppen" (FFI/H.R.Reck).
Mitglied bei der Beurteilung der - schulinternen - Projektarbeiten "Waaghof" (Neues U-Gefängnis Basel-Stadt) einer Fachklasse für Innenarchitektur, Bau- und Produktegestaltung (FFI/L.Hernandez).

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