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Jahresbericht 2006

Inhaltsverzeichnis

Gastbeitrag von Eva Südbeck-Baur
Einleitung
Arbeitslosigkeit in Zahlen
Angebot und Ratsuchende
Beratungsarbeit
Beratungsschwerpunkt - interkultrelle Vermittlung und Verständnis schaffen
Pilotprojekt Gesundheitstage
Kooperationsprojekte für Langzeitarbeitslose
Jahresrechnung 2006
Budget 2007
Bilanz per 31.12.06
Revision
Verdankungen
Die Kontaktstelle auf einen Blick

Gastbeitrag von Eva Südbeck-Baur

Quellen, aus denen man Kraft und Sinn schöpfen kann

Eva Südbeck-Baur, Katholische Seelsorgerin, Leitung Offene Kirche Elisabethen

Wissen Sie, welche Rechte Sie haben, sollte Ihnen gekündigt werden? Ich habe mir darüber noch nicht viele Gedanken gemacht. Und wenn es soweit ist? Dann bin ich froh, dass es die Kontaktstelle für Arbeitslose gibt. Bei ihr findet man kompetente Beratung, in rechtlichen Fragen, aber auch in Mobbingsituationen oder bei Neu­orientierung. Ein Anruf genügt, und man erhält bedürfnisgerechte und unabhängige Unterstützung.

Die Arbeitsstelle zu verlieren, bedeutet immer eine Zeit des Wandels und der Verunsicherung zu erleben. Die Tagesstruktur ist nicht mehr vorgegeben. Man verliert den selbstverständlichen Kontakt zu den Arbeitskollegen und -kolleginnen. Man erleidet einen Machtverlust. Denn mit der Arbeitsstelle ist eine öffentliche und öffentlich geschätz­te Mitgestaltung der Gesellschaft gegeben. Man erbringt eine Leis­tung, trägt zum Gedeih der Wirtschaft und Gesellschaft aktiv bei. Je länger Arbeitslosigkeit dauert, umso existentieller werden die Fragen und Sorgen.

Aufgestellt sein, sich wohl fühlen, aktiv den Alltag und das Leben gestalten, ist dann alles andere als einfach. In der Kontaktstelle für Arbeitslose kennen alle diese Situation, denn sie ist eine Selbsthilfe-Initiative und damit ein ermutigendes Beispiel, dass Langzeitarbeits­losigkeit nicht bedeuten muss, keine Handlungsperspektiven zu haben. Dass der Wert eines Menschen an seiner Leistungsfähigkeit gemessen wird, ist keine Erfindung des Individuums, sondern die Grundlage unseres Wirtschaftssystems. Niemand kann sich dieser Vorstellung ganz entziehen. Wie gut sich Erfolg für uns anfühlt, macht es uns deutlich. Und doch sind wir viel mehr, als die Wirt­schaftskraft unserer Leistungsfähigkeit.

Der krankmachenden Dynamik von Langzeitarbeitslosigkeit setzte die Kontaktstelle für Arbeitslose letzten Sommer fünf Gesundheits­tage in der Natur entgegen. Neben dem Wandern und Essen in der Natur wurden Entspannungstechniken vorgestellt und erlernt, sich mit Verlust und Stress bei Arbeitslosigkeit auseinander gesetzt und auf einem Bauernhof wurde ausprobiert, wie man mit wenig Geld gut Kochen und Essen kann. Auf der Burg Rotberg, die in den Dreissiger­jahren von arbeitslosen Jugendlichen ausgebaut wurde, suchte man nach den eigenen Quellen, aus denen man neu Energie schöpfen kann. Und auf dem Tüllinger Hügel wurden, mit Blick in die Weite, Ideen für die Zukunft entwickelt. Für Körper, Geist und Seele war an diesen Gesundheitstagen gut gesorgt.

Mich beeindruckt die sinnstiftende und ganzheitliche Hilfe zur Selbst­hilfe, die in den Gesundheitstagen sichtbar wird. Dort wird erlebbar, das zu sein, was das Wesentliche des Menschen ausmacht. Einfach zu sein, Da-zu-sein, für sich und andere Zeit haben und teilen, was einen gerade angeht. Das sind Werte und Haltungen, die zum Gesundsein und -werden des Einzelnen beitragen, aber auch zum Gesunden einer Gesellschaft, der diese Werte vor lauter Arbeit, Geldverdienen und Konsumieren immer wieder abhanden kommen. Und es ist ein ordentliches Stück Arbeit an sich selbst und der Gesellschaft dies zu entdecken. Arbeit bekommt dann eine viel weitere Bedeutung.

Eine sinnstiftende und sinnvolle Arbeit leisteten zum neunten Mal Arbeitslose von der Kontaktstelle bei der GeschenkTauschAktion in der Vorweihnachtszeit. In der Offenen Kirche Elisabethen leuchteten Kinderaugen: Es wurden Spielsachen, die in den Wochen zuvor abgegeben worden waren, getauscht. Einmal nicht im Kaufhaus durch die Regale gehen und sehen, was man alles gerne hätte und nicht vermag, sondern aus Hunderten von tollen Spielsachen das heraus­suchen, was einem gefällt. Einmal geliebte Dinge nicht in den Müll kippen, sondern an andere weitergeben. 300 Kinder und ihre Ange­hörigen hatten ihre Freude, die Natur wurde geschont und alle erleb­ten: Das ist wirklich sinnvolle Arbeit!

Möglich ist das alles nur dank grossem Engagement und Spenden.

Einleitung

2006 war ein schwieriges Jahr für die Kontaktstelle für Arbeitslose. Beinahe wäre die kleine Organisation wegen mangelnder Finanz­mittel eingegangen. Dass wir unsere Arbeit im Dienste der Arbeits­losen trotzdem weiterführen können, verdanken wir (einmal mehr) einzelnen Menschen, die uns im entscheidenden Moment Hand zu einer Lösung bieten - weil sie von der Notwendigkeit und Qualität unserer Arbeit überzeugt sind. Dieses Wohlwollen und Engagement sind es, die dem kleinen Team der Kontaktstelle Mut und Zuversicht geben, trotz erschwerter Be­dingungen weiterzuarbeiten.

Im diesjährigen Jahresbericht wollen wir deshalb Menschen aus dem Umfeld der Kontaktstelle für Arbeitslose zu Wort kommen lassen: Ratsuchende und Vorstandsmitglieder. Das Team der Kontaktstelle

Arbeitslosigkeit in Zahlen

Jeden Monat veröffentlichen die Medien die aktuelle „Arbeitslosen­quote". Im Dezember 2006 betrug sie in Basel-Stadt 3,6%, in Basel­land 2,6%. Dies entspricht 7'210 Personen in beiden Basel. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 4,1% (BS) und 3,2% (BL). Heute sind also in den beiden Basel 1'277 Personen weniger als Arbeits­lose registriert als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der registrierten Stellensuchenden ist leicht zurückgegangen: von 12'056 Personen (BS u. BL Dezember 2005) auf 10'299 im Dezember 2006.

Doch was sagen diese Zahlen tatsächlich? Leider nichts über die tatsächliche Zahl der Stellensuchenden. Schätzungsweise ein Drittel aller Sozialhilfebeziehenden sind arbeitsfähige Stellensuchende. Und wie viele Menschen vom Ersparten leben oder von der Unterstützung durch Verwandte, wie viele sich mit Ge­legenheitsarbeit irgendwie durchschlagen, bleibt im Dunkeln. In unserer Beratungsarbeit nimmt ihre Zahl jedenfalls zu.

„Kommunikation ohne Engagement ist wie ein Regenguss auf ausgetrocknete Erde: Das Wasser fliesst einfach ab. Die Kontaktstelle für Arbeitslose verfügt kompetent über alle nützlichen Informationen und kann sie auch so an die Leute vermitteln, dass sie da­von profitieren können." Anne-Lise Hilty, Kommunikationsfachfrau, Vorstand Kontaktstelle für Arbeitslose

Angebot und Ratsuchende

Die Angebote der Kontaktstelle sind für alle zugänglich, unabhängig davon, ob jemand bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet ist oder nicht. Die Stelle bietet Information, Beratung, Begleitung und An­schluss an Selbsthilfeprojekte, von der kurzen telefonischen Anfrage bis zu einem Kontakt über mehrere Jahre.

Typische Fragen im vergangenen Jahr betrafen angedrohte Kündi­gungen, die Kündigungsfrist, Arbeitslosigkeit ohne Versicherungsan­spruch, unfreiwillige Temporärar­beit und die Suche nach einer festen Stelle, die An­meldung bei der Arbeitslosen­ver­sicherung, die Stellen­suche, Verfügungen, Konflikte mit Be­rater/in, sowie die ange­schlagene Gesundheit. Probleme entstehen auch, wenn einem der Papierkram über den Kopf wächst, wenn man nicht versteht, wie in der Schweiz alles funktioniert. Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Weg zu neuen Perspektiven, auch wenn man ausgesteuert ist und vom Er­sparten leben muss, oder bei der Sozialhilfe angemeldet ist und die Ausweisung droht. Auch der Austausch mit Menschen in ähnlichen Si­tuationen wird auf der Kontaktstelle häufig nachgefragt.

„Ich engagiere mich bei der Kontaktstelle für Arbeits­lose, weil Globalisierung, Deregulierung, Outsour­cing, mehr Flexibilisierung, Umstrukturierung die Entlassungsgründe der UnternehmerInnen im 21. Jahrhundert sind. Es braucht Gewerkschaften um Gegensteuer zu geben." Mariann Gloor, Schriftsetzerin, Vor­stand Kontaktstelle für Arbeitslose

Beratungsarbeit

Schnell zugänglich und bedürfnisgerecht ist unser Anspruch. Die Ziele der Beratung sind: Aktuelle Krisenlagen entschärfen, eine positive Haltung gegen­über der neuen Situation fördern und gemeinsam auf eine Verbesse­rung hin arbeiten. Kurz gesagt: Verständnis und Hilfe zur Selbst­hilfe.

Beratungsthemen

-  28% Kurzinformation Arbeitslosigkeit

-  12% Perspektivenberatung

-  12% Beratung in Konfliktsituationen

-  14% Rechtsberatung

-  20 % Langzeitarbeitslosigkeit, Armut

-  16 % Spezifische Probleme: Frauen, Migration, Gesundheit

Total Beratungskontakte 2006: 4437 (2005: 4131)

"Ich schicke seit vielen Jahren PatientInnen auf die Kontaktstelle. Wo sonst ist von der einfachen tele­fonischen Information bis zur komplexen Be­gleitung ein so vielfältiges Spektrum an Beratung, Hilfe und persönlichem Coaching rund um Fragen der Arbeit und Existenzsicherung möglich?" Antoinette Voellmy, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Vorstand, Kontaktstelle für Arbeitslose

„Als ich ausgesteuert wurde, wollte ich auf keinen Fall zur Sozialhilfe, sondern meinen eigenen Weg finden. Ich habe es tatsächlich geschafft. Auch wenn ich mit dem Putzen natürlich nicht glücklich bin. Aber wichtig ist für mich: Ich bin unabhängig geblieben und ich habe einen Ort, wo ich immer ein offenes Ohr finde: die Kontaktstelle für Arbeitslose." Sabine F., Sekretärin, 49 Jahre

„In der Türkei bin ich auf einem Bauernhof aufgewachsen. Am Liebsten würde ich auch in der Schweiz als Bauer arbeiten. Das Wichtigste ist aber, dass ich überhaupt Arbeit finde. Ich hatte noch nie eine feste Stelle - immer nur temporär. Jetzt bin ich bei der Sozialhilfe und ich habe Angst, dass ich die Bewilligung verliere. Die Kontaktstelle hilft mir bei Bewerbungsschreiben und erklärt mir, wie hier alles funktioniert." Mehmet G., ungelernt, 25 Jahre

„Mobbing kann jede/n treffen. Arbeitslosigkeit auch. Obwohl mir das Thema von meinem Beruf her vertraut war, traf es mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel, als ich selbst betroffen war. Ich bin Frau Merz und Herrn Heimann sehr dankbar für die Begleitung durch diese schwere Zeit. Dass sie immer so viel Zeit für mich hatten, wie ich gebraucht habe, und mir die nötige sachliche und moralische Stärkung gegeben haben." Gabriela G., Sozialarbeiterin, 45 Jahre

„Als ich nach fünf Jahren zum zweiten Mal arbeitslos wurde, wusste ich immerhin bereits, wo ich Hilfe finden konnte. Ich muss mich beruflich umorientieren. Die Kontaktstelle für Arbeitslose ist für mich ein Pool menschlicher Kompetenzen - ich gehe meinen Weg gemeinsam statt einsam!" Beat H., Kunsttherapeut, 47 Jahre

Beratungsschwerpunkt - interkultrelle Vermittlung und Verständnis schaffen

Arbeitslosigkeit kann eine sprachliche Herausforderung sein - vor allem für Fremdsprachige, aber nicht nur. Die Sprache der Sozialver­sicherungen und der Behörden überfordern Manche, und lösen ein Gefühl von Ohn­macht aus. Selbsthilfe fördern, heisst Verständnis fördern. Aus diesem Grund investiert die Kontaktstelle viel Zeit in die Einzelbera­tung. Wir „übersetzen" die Verwaltungssprache in ein All­tagsdeutsch. Wenn nötig arbeiten wir zusätzlich mit Dolmetsche­rInnen zusammen. Bei Ratsuchenden, die nicht mit dem schwei­zerischen Sozialsystem vertraut sind, geht es zusätzlich darum, ih­nen diese zu erklären, d.h. die involvierten Ämter und Versi­cherungen mit deren je verschie­denen Rechten und Pflichten ver­ständlich zu machen. Für die deutsch sprechenden Ratsuchenden sind unser Internet-Rat­geber und die Broschüren eine gern genutzte Hilfe. Wenn es bereits zu Missverständnis­sen zwischen Ratsu­chenden und Ämtern oder Versi­cherungen ge­kommen ist, ist man­chmal eine Be­gleitung ange­zeigt: Im Dreiergespräch können die Konfliktpunkte auf konstruktive Weise ge­klärt werden. Durch den Wegfall des Erwerbseinkom­mens gerät ein Familienbud­get schnell aus dem Ruder und es werden Kontakte zu einer ganzen Rei­he von spezialisierten Stellen nötig - von der Schulden­beratung bis zu Aus­bildungsbeihilfen. In solchen Fällen hilft die Kon­taktstelle, die Über­sicht zu wah­ren. Bei Fallab­schluss haben wir meist selber wieder et­was dazu gelernt über den Ämterd­schungel im so­zialen Basel.

2006 musste dieser Schwerpunkt ohne eigene Finanzierung auskommen. Es ist uns aber ein Anliegen, dafür eine stabile Finanzierung zu finden: Viele Eltern sind durch Arbeitslosigkeit in ihrer Existenz bedroht, während gleich­zeitig ihre Kinder keinen Einstieg in die Arbeitswelt finden. In dieser schwierigen Situation ist es wichtig, die Menschen zu stärken - nicht nur für die einzelnen Menschen, auch für die gesamte Gesellschaft.

Pilotprojekt Gesundheitstage

Längere Arbeitslosigkeit ist ein Gesundheitsrisiko. Die Gesundheits­tage der Kontaktstelle wirken diesem mit einem neuen Rezept ent­gegen: Sich gemeinsam auf den Weg machen. Wortwörtlich. An sechs Tagen in der Natur wurden Gesundheitsthemen mit Wanderungen verbunden. Von Mal zu Mal stieg die Nachfrage. Den meisten Teilnehmenden war die Kontaktstelle vom Bera­tungsangebot her vertraut. Sie schätzten die Möglichkeit zu neuen Kontakten und das gemeinschaftliche Erleben in der Natur. Auch die Fachinputs kamen gut an: Unsere Refe­rentInnen waren mit dem Thema Arbeits­losigkeit vertraut und kann­ten es zum Teil aus eigener Erfahrung. Die Gesundheitstage sollen fest in das Angebot der Kontaktstelle aufge­nommen werden. Zur Zeit finden Gesundheitstage im zweimonatli­chen Rhythmus statt. Das Programm 2007 wurde mit den bisherigen TeilnehmerInnen gemeinsam geplant.

Themen 2006: Bewegung und Entspannung; Abschied und Trauer; Gesunde Ernährung; Um­gang mit Belastung; Arbeitslosen-Selbsthilfe; Novembergedanken. Die Themen werden jeweils mit einem ganztägigen Ausflug in die Natur verbunden. Herzlichen Dank der Margarethe Mei­er-Stiftung und dem Basler Arbeitslosenfonds, welche die ersten fünf Gesundheitstage fi­nanziert haben. Für die Folgefinazierung wird noch nach Partnern gesucht.

"Die Selbsthilfe von Erwerbslosen aktiviert und erwei­tert vorhandene persönliche Fähigkeiten. Sie fördert neben fachlichen auch soziale Kompetenzen. Dazu braucht es jedoch eine unterstützende Struktur, wie sie die Kontaktstelle für Arbeitslose darstellt." Remo Gysin, Nationalrat, Vorstand Kontaktstelle für Arbeitslose

Kooperationsprojekte für Langzeitarbeitslose

Seit 2003 hat die Kontaktstelle für Arbeitslose den Projektschwer­punkt „Hilfe zur Selbsthilfe für Langzeitarbeitslose". Hauptziel ist es, Wege aus der Isolation und hin zur gesellschaftlichen Teilhabe für Betrof­fene zu ebnen. Anschlussmöglichkeiten bieten eine Reihe von Selbsthilfeaktivitäten aus dem Umfeld der Kontaktstelle, z.B. die jähr­liche Gschängg-Tuusch-Aktion oder das Netzwerk der Alternativwäh­rungen und Tauschkreise im Dreiland sowie Projekte, die aktuell von Langzeitarbeitslosen aufgebaut werden, z.B. das Internet-Café Planet 13. Ebenso wichtig wie die Unterstützung der Betroffenen ist die Zu­sammenarbeit mit den Behörden und anderen interessierten Kreisen, damit die Rahmen­bedingungen für solche Selbsthilfe ver­bessert werden kann.

Auch im 2006 sind zahlreiche Langzeit­arbeitslose mit einer Projekti­dee an uns gelangt. Wir klären gemeinsam mit ihnen ab, in welchem Rahmen sich ihre Idee umsetzen liesse, auf welche Netzwerke sie zurückgreifen, bzw. welche Kooperationen sie anstreben können. In der Startphase leistet die Kontaktstelle nicht nur Rat, sondern auch konkrete Unterstützung. Die Hilfe ist aber immer auf eine mittelfris­tige Selbständigkeit des Projekts ausgerichtet.

Der Projektschwerpunkt „Hilfe zur Selbsthilfe für Langzeitarbeitslose" wird seit 2003 durch die Stiftung ALU unterstützt. Für Ausbau und Konsolidierung werden weitere Partner gesucht.

„Mit Zuversicht und Geduld bietet die Kontaktstelle für Arbeitslose Beratung und Unterstützung auch für stellenlose Menschen an, denen andernorts die Türen verschlossen bleiben. In der Regel also ein äusserst schwieriges Terrain für alle, für Rat- und Tatsuchende wie auch für das hochkompetente Team: doch finden Motivation und Hartnäckigkeit immer wieder unge­ahnte zukunftsträchtige Wegeabseits des Mainstreams." Marcus Cottiati, Anwalt, Vorstand Kontaktstelle für Arbeitslose

Jahresrechnung 2006

Ertrag Honorare 550.00 Subvention 18'000.00 Bürgergemeinde/CMS 25'000.00 GGG 40'000.00 Stiftungen 23'000.00 Kirchgemeinden/Verbände/Firmen 30'988.35 Computerraum 1'499.70 Diverse Spenden 4'259.05 Projektertrag 33'393.15 Auflösung Rückstellung ALU 5'000.00

Total 181'690.25

Aufwand Löhne/Sozialkosten 85'669.50 Computerraum 4'379.70 Miete inkl. Nebenkosten 23'984.95 Telefon/Porti 2'971.15 Büroaufwand 13'112.55 Werbung 1'884.95 Einrichtung/Reparatur** 8'645.75 Aufwand Projektarbeit* 33'561.10

Total 174'209.65 Gewinn 7'480.60

* Projektaufwand betrifft Begleitung von Sozialhilfebezügern, Gesundheitswoche. Darin sind Lohnkosten in der Höhe von Fr. 25'000.-- enthalten. ** Dank Sachspende Microsoft

Budget 2007

Ertrag Honorare 1'000.- Subvention 18'000.- Krisenfonds 36'000.- Bürgergemeinde/CMS 25'000.- GGG* 40'000.- Stiftungen 20'000.- Kirchgemeinden/Verbände/Firmen/Gemeinden 18'000.- Diverse Spenden 1'000.- Projektertrag* 45'000.-

Total 204'000.-

Aufwand Löhne/Sozialkosten 113'000.00 Miete inkl. Nebenkosten 23'000.00 Telefon/Porti 3'000.00 Büroaufwand 12'000.00 Oeffentlichkeitsarbeit 3'000.00 Einrichtung/Reparatur 2'000.00 Aufwand Projektarbeit* 45'000.00 Weiterbildung 1'000.00

Total 202'000.00 Überschuss 2'000.00

* angefragt

Bilanz per 31.12.06

Aktiven Kasse 452.35 PC 35'910.30 Debitoren 1'300.00 Total 37'662.65

Passiven Kreditoren + Trans. Passiven 15'462.05 ALU Beitrag 07 20'000.00 Eigenkapital Kapital per 1.1.06 - 5'280.00 Überschuss 06 7'480.60 2'200.60 Total 37'662.65

Revision

Die Rechnung wurde geprüft und zur Annahme empfohlen durch Candid Ganter, eidg. dipl. Buchhalter / Controller, Arlesheim, den 13. März 2007.

"Die Kontaktstelle macht es möglich, dass mit relativ wenig Geld vielen Menschen geholfen wird. Sorge bereitet uns, dass die Arbeit immer wieder gefährdet ist, weil die nötigen Mittel fehlen." Martin Stingelin, Präsident der Kontaktstelle für Arbeitslose, Pfarramt für Wirtschaft und Industrie beider Basel

Verdankungen

alphabetisch:
-  Arbeitslosenfonds Kanton Basel-Stadt
-  Basler Gewerkschaftsbund
-  Bürgergemeinde Basel-Stadt aus dem Anteil am Ertrag der CMS
-  E.E. Zunft zu Rebleuten
-  Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf
-  Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Münchenstein
-  Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Muttenz
-  Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Liestal-Seltisberg
-  Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Riehen-Bettingen
-  Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Sissach
-  Evangelisch-Reformierte Landeskirche Baselland
-  Evangelisch-Reformiertes Pfarramt Langenbruck
-  Evangelisch-Reformiertes Pfarramt St. Clara-Spital
-  Evangelisch-Reformiertes Pfarramt St. Johannes
-  Evangelisch-Reformierte Quartiergemeinde St. Theodor
-  Einwohnergemeinde Riehen
-  Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige GGG
-  Gottesdienstkollekte Altersheim Obesunne
-  Kommission der Arbeitshütte
-  Luise Aubry-Kappeler-Stiftung
-  Margarethe Meyer-Stiftung
-  Microsoft International
-  Migros Genossenschaft Basel
-  Römisch-Katholische Landeskirche Basel­land
-  Scheidegger Thommen-Stiftung
-  Stiftung ALU (Arbeitslosenversicherungskasse der Basler chemischen Betriebe)
-  Stiftung für Hilfeleistungen an Arbeitnehmer
-  Subvention Wirtschafts- und Sozialdepartement WSD Basel-Stadt

Seit 1999 ist die Kontaktstelle C-Organisation der GGG

Die Kontaktstelle auf einen Blick

Vereinsvorstand

Martin Stingelin, Präsident. Pfarrer, Pfarramt für Industrie und Wirtschaft beider Basel Antoinette Voellmy, Vize-Präsidentin und GGG-Delegierte. Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie Mariann Gloor, Schriftsetzerin. Gewerkschaftsbund Basel Remo Gysin, Nationalökonom, Nationalrat Anne-Lise Hilty, Kommunikationsfachfrau Marcus Cottiati, Anwalt

Geschäftsstelle Hans-Georg Heimann (Beratung und Geschäftsleitung) Cathérine Merz (Beratung) Claudia Studer (Sekretariat)

Revision Candid Ganter (eidg. dipl. Buchhalter / Controller)

Beirat Christoph Bossart (Stellenleiter Caritas beider Basel) Felix Eymann (Bürgergemeinderat Stadt Basel, Arzt) Andrea Frost-Hirschi (Juristin, Bern) Beatrice Ingling (Ombudsfrau, Dozentin fhnw, Basel) Lukas Kundert (Präsident Kirchenrat ERK Basel-Stadt) Ueli Maeder (Professor für Soziologie, Universität Basel Udo Rauchfleisch (Professor für klinische Psychologie, Basel) Markus Ritter (Biologe, Unternehmer, Basel) Hans Schäppi (Historiker, Präsident Solifonds, Basel)

Rechtsform

Die Kontaktstelle für Arbeitslose ist ein Verein

Tätigkeit

Rasch zugängliche Beratung zu allen Fragen rund um die Erwerbslosigkeit. Begleitung und Unterstützung im Umgang mit Behörden. Vermittlung an andere Sozial- und Beratungsstellen. Animieren und begleiten von Selbsthilfeprojekten von und für Erwerbslose. Ratgeber zur Arbeitslosenversicherung im Internet: www.viavia.ch/kontaktstelle

Spenden Spenden an die Kontaktstelle für Arbeitslose sind in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Aargau gemäss den kantona­len- Richtlinien von den Steuern abziehbar.

Postcheck-Konto: 40 - 27730 - 7

„Herzlichen Dank an alle, die unsere Arbeit im 2006 unterstützt haben!"

 

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