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Das Café philo.sophes

1997 beteiligte sich das Arbeitslosenkomitee am Aufbau eines Restaurants, das gleichzeitig Austragungsort für philosophische Debatten sein sollte. Das Konzept kam an: Im Verlauf von zwei Jahren konnten über 100 Veranstaltungen zu aktuellen Themen durchgeführt werden. Die Veranstaltungen fanden meistens Sonntag abends statt. Sie gliederten sich in einen kurzen Input, z.B. ein Kurzreferat von geladenen Gästen oder einen Kurzfilm, sowie freie Rede in einer moderierten Diskussion. Der Aufbau gelang dank der Zusammenarbeit vieler Beteiligter ohne jedes Eigenkapital. Dank dem unentgeltlichen Einsatz vieler Erwerbsloser und der Gruppe der VeranstalterInnen, dem Entgegenkommen der Architektin und des Hausbesitzers konnte in kurzer Zeit ein leerstehendes Restaurant reaktiviert werden und in wöchentlicher Folge neue Formen der öffentlichen Diskussion ausprobiert werden. Die Veranstaltungen hatten eine gute Ressonanz. Nach zwei Jahren ging den Beteiligten aber der Schnauf endgültig aus. Die Idee der öffentlichen philosophischen Debatten lebt (ohne Beteiligung der VeranstalterInnen vom Café philo.sophes) in Basel weiter. Wegen fehlender finanzieller Reserven musste auch das Restaurant verkauft werden. Die Wirtin konnte sich während der Café-philo.sophes-Zeit beruflich weiterqualifizieren und leitet heute erfolgreich einen Restaurationsbetrieb.
 

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