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Schleichende Privatisierung der Rentenversicherung
ud. Heute werden bereits zwei Drittel aller Lohnabzüge für die Rentenversicherung (Alters- und Invalidenrente) an die obligatorischen und überobligatorischen Teile der Pensionskassen einbezahlt. Die private Altersversicherung hat damit die AHV an Bedeutung deutlich überholt und es fliesst wesentlich mehr Geld in die private Rentenversicherung, die im Gegensatz zur AHV die Einkommensunterschiede nicht abfedert. Ein deutliches Zeichen für die soziale Ungleichheit in den Pensionskassen ist der Umstand, dass 68 Prozent der Pensionskassengelder in den überobligatorischen Bereich fliessen, 9.3 Milliarden zusätzlich sogar in die sogenannte "dritte Säule". Der eher konservative christlichnationale Gewerkschaftsbund (CNG) stellt in einer Studie über das 3-Säulen-System fest, dass sich die freiwillige (überobligatorische) Vorsorge "zu einer Goldgrube für die Gutverdienenenden entwickelt hat". Der CNG kritisiert die massiven Steuervergünstigungen für SpitzenverdienerInnen und Selbständige, die sich eine 3. Säule leisten können: "Es ist kein Geheimnis, dass sogenannte Kader- oder Bel-étage-Versicherungen seit einiger Zeit Tummelfeld von Steueroptimierern geworden sind und als Steuerschlupfloch missbraucht werden."
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