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Das Beispiel Grether Ost
pb. Grether Ost in Freiburg besteht als Initiative seit 1991 und ist seit 1995 eines der Mietshausprojekte im Syndikat. Auf dem Areal einer ehemaligen Eisengießerei, inmitten des sich rapide wandelnden Bahnhofsviertels, entstehen preisgünstige Mieträume für Menschen und Initiativen mit wenig Geld, insgesamt 1500 qm Wohnraum und 1100 qm Gewerberaum. Dies alles zu tragbaren Mieten und in Eigenregie: Entscheidungen über Miethöhe, Neuvermietung, Umbau, Gestaltung gemeinschaftlicher Räume, Finanzierung sind Sache aller MieterInnen. Nach einer aufwendigen Altlastensanierung sind bisher zwei große Wohnungen fertiggestellt, sowie Räume für zwei Kindertagesstätten, das Frauen- und Mädchengesundheitszentrum, eine Schreinerwerkstatt und das freie Radio Dreyeckland. Der Umbau wird in Eigenregie von 20 Frauen und Männern durchgeführt. Die Mieten von Grether Ost sollen dauerhaft auf dem unteren Niveau des sozialen Wohnungsbaus liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Kosten für Zinsen und Tilgung geliehener Gelder extrem niedrig sein. Grether Ost finanziert sich über Gelder, die dem Projekt von Einzelpersonen und Gruppen direkt und zinsgünstig, also ohne die Zwischenschaltung der Banken, zur Verfügung gestellt werden. Dabei kann sich Grether Ost auf drei verschiedene Finanzierungsinstrumente stützen: den Direktkredit, das Kindersparbuch und den Gießereihallenfonds. Fast schon Tradition dient der Direktkredit nicht nur Grether Ost, sondern allen Syndikatsprojekten zur Geldbeschaffung. Er ist eine flexible Anlagemöglichkeit mit einer Laufzeit von mindestens drei Monaten und einem Mindestbetrag von 500 Euro bei einer Verzinsung von höchstens 3% p.a. Ähnlich funktioniert das Kindersparbuch.
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