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Jahresbericht 2004

Mit einem Beitrag von Pfr. Dr. Lukas Kundert, Präsident Kirchenrat der ERK Basel-Stadt

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Der Vorstand 2005
Soziale Kohäsion: Beitrag von Pfr. Dr. Lukas Kundert
Beratungsschwerpunkte der Kontaktstelle für Arbeitslose im 2004
Im Blickpunkt: Wie viele Menschen sind wirklich arbeitslos?
Statistik Konsultationen 2004
Jahresrechnung 2004 und Budget 2005
Bilanz per 31.12.2004

Einleitung

2004 war für die Kontaktstelle für Arbeitslose ein besonderes Jahr. Einerseits konnten wir Konstanz feieren: 20 Jahre Kontaktstelle, das heisst 20 Jahre Rechtsberatung, Begleitung und Unterstützung für Arbeitslose. Das heisst aber auch 20 Jahre Wandel, von der Beratungsbaracke vor dem Arbeitsamt über das Arbeitslosenzentrum Bläsiring zur gut vernetzten und verankerten Beratungsstelle an der Greifengasse 7. Im 2004 feierten wir aber auch Abschied. Gleich drei Vorstandsmitglieder haben uns verlassen: Präsidentin Johanna Zumsteg, die bereits seit der Gründungsversammlung dabei war. Jürg Häberlin, der sich in den 10 Jahren seit seiner Früh-pensionierung im Vorstand engagiert hat, sowie Lukas Kundert, der zum Präsidenten des Kirchenrats gewählt wurde. Neu konnten wir Martin Stingelin vom Pfarramt für Industrie und Wirtschaft als Präsidenten gewinnen, sowie Nationalrat Remo Gysin für den Vorstand . Wir sind froh und dankbar, dass wir somit erneut Menschen, die aus Überzeugung für die Solidarität mit den Arbeitslosen einstehen, für unseren Vorstand gewinnen konnten. Dies ist umso wichtiger als 2004 für die Erwerbslosen erneut ein sehr schwieriges Jahr war.

Das Team der Kontaktstelle für Arbeitslose

Der Vorstand 2005

Der Vorstand 2005 - 187.3 kB
Der Vorstand 2005
vlnr: C. Studer, M. Stingelin, R. Gysin, M. Gloor, C. Merz, H.G. Heimann, A. Voellmy

Soziale Kohäsion: Beitrag von Pfr. Dr. Lukas Kundert

"Der Mensch ist ein politisches Lebewesen", meinte schon der griechische Philosoph Aristoteles. Unter "politisch" verstand er, dass jeder Mensch in irgend einer Weise "auf die Polis (die Stadt, das politische Gemeinwesen) bezogen" lebt, leben muss, ob er will oder nicht. Jede Handlung ist durch die Gesellschaft mitbestimmt und wirkt auf sie zurück. Was Aristoteles griechisch "politisch" nannte, kann lateinisch "socialis" wiedergegeben werden, wovon unser Wort "sozial" stammt. Jede Handlung des Menschen ist "sozial" (auf die Gesellschaft bezogen), denn seine Existenz ist nicht ohne die weitere Gesellschaft zu denken, worin er sich bewegt, auch wenn er sich aus ihr hinaus zu bewegen meint.

Was gleichermassen so banal wie einleuchtend klingt, ist allerdings in der konkreten Lebensführung der Einzelnen eine hoch komplexe Sache. Denn bei jeder Handlung habe ich mir zu überlegen, welche Folgen diese für meine Nächsten hat, für die Stadt, das Dorf, die Gesellschaft und die Welt; und zudem ist immer zu bedenken, die anderen nicht nur als Objekte zu sehen, die verwaltet werden, sondern als Subjekte, die selbst mithandeln können. Und wer vermag das schon alles abzuschätzen und zu ermessen, zumal in einer zunehmend komplizierter erscheinenden Welt? Einige versuchen, der Komplexität zu entfliehen, indem sie ihre Lebensbezüge möglichst simpel halten. Das war schon immer so. Heute spüren wir das nur stärker als früher, weil mit der geltenden Freiheit damit sich zunehmend Menschen aus den gesellschaftlich prägenden Institutionen zurückziehen, aus Kirchen, Parteien und Vereinen. Megatrend Individualisierung nennt man das, doch ist damit eine Versimpelung der Lebensbezüge verbunden, eine Entsolidarisierung, die nicht nur wir als Kirchen schmerzlich spüren, sondern letztlich alle in der Gesellschaft, die Starken wie die Schwachen.

Wie kompliziert sich Leben gestaltet und wie jeder Mensch obgleich ein unverzichtbarer Teil des Ganzen ein Sonderfall ist, ist inzwischen auch für die Behörden die soziale Dienstleistungen erbringen eine handlungsleitende Einsicht geworden, wie etwa die Sozialdienste. Hatte man früher "Sozialfälle" verwaltet, werden heute zunehmend die Gesichter der Betroffenen wahrgenommen mit ihren Geschichten und ihren wahren Bedürfnissen, und sie werden nicht einfach verwaltet, sondern können selbst aktiv mitgestalten. "Client Involvement" ? Einbezug der Betroffenen ? nennt man das neudeutsch. Eine Fachgruppe der EU hat dies unter Leitung von John Murray, Geschäftsführer des Direktoriums für Sozialzusammenhang CDCS, nach langen Beratungen kürzlich so festgehalten. Was diese Fachgruppe als neue Erkenntnis erarbeitet hat, ist seit zwanzig Jahren bereits geübte Praxis der Kontaktstelle für Arbeitslose in Basel. Sie handelt nach dem Prinzip, dass sie "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten und Fürsprecherin für diejenigen sein will, die ihre Stimme in der Öffentlichkeit nicht zu Gehör bringen können. Dafür muss man zuerst aber bereit sein, genau hinzuhören, minuziös die Geschichten und Erzählungen der Betroffenen aufzunehmen, sie zu verarbeiten, in sie hinein zu stehen um zu verstehen.

Im vergangenen Jahr hat die Kontaktstelle wieder eine so einfache wie innovative Idee umgesetzt: Sie hat Langzeitarbeitslose, von Aussteuerung Betroffene und Sozialhilfeempfangende zusammengebracht und hat sie zu Wort kommen lassen. Die Veranstaltungen haben verschiedene Namen (Wegweiserinfo, Armutskonferenz, Armutstribunal), doch geht es in ihnen zur Zeit meist um etwa die selben Themen und Anliegen:

1. Das soziale Basel ist dermassen unübersichtlich geworden, dass selbst Professionelle der Lage nicht in allen Fällen gewachsen sein können. Allein schon die Übersicht über die über zwanzig verschiedenen Berechnungsgrundlagen für das Existenzminimum zu behalten, die in unserer Stadt gelten, ist fast unmöglich.

2. Menschen, denen Integrationsmassnahmen angeboten werden, klagen über Leerlauf. Man hört ihnen nicht genau zu, was sie benötigen, steckt sie in falsche Programme, was teuer ist und schliesslich zu Zermürbung und zu neuen Versagenserfahrungen führt.

3. Deswegen sind nicht nur professionelle Experten für den Umgang mit Armut und Arbeitslosigkeit gefragt, sondern die Betroffenen sollen sich mit einbringen dürfen.

Als Konsequenzen aus den Veranstaltungen sind Behörden- und Regierungsmitglieder dazu gelangt, Abklärungen zu treffen für die Beseitigung von so genannten "Armutsfallen" (wie etwa dass noch immer in Basel-Stadt das Existenzminimum besteuert wird), oder durch die Anerkennung von Freiwilligenarbeit durch eine Mehrausschüttung von 100 Franken pro Monat für Sozialhilfeempfangende, die sich in Freiwilligenarbeit für die Gemeinschaft engagieren und Verschiedenes mehr. Es ist das Ziel der Kontaktstelle, direkte Gespräche zwischen Betroffenen und Behörden als Runden Tisch zu etablieren, damit die Verwalteten zu Mitgestaltern werden können.

Entscheidend im Client Involvement ist, dass die Klienten nicht nur passiv Dienstleistungen konsumieren, sondern parallel dazu in Verantwortung genommen werden, das heisst selbst auch Dienstleistungen produzieren. Diese im Grunde liberale Einsicht gründet darauf, dass alle mit Würde und Respekt behandelt werden. Respekt meint eben auch, die Schwachen nicht abzuschreiben, sondern sie einzubeziehen mit dem, was sie für das Ganze leisten können, sie eben auch zu fordern. In diesem Zusammenhang ist unter anderem auch das Erarbeiten einer Infobroschüre über Rechte bei der Sozialhilfe zu sehen: Basler Sozialhilfeempfangende haben Informationen zusammengetragen, die aus ihrer Sicht für Sozialhilfeempfangende wichtig sind, und haben den Text gemeinsam mit dem Rechtdienst der Behörde redigiert.

Das ist soziale Kohäsion, gesellschaftlicher Zusammenhang: Das Ganze als komplexes System wahrzunehmen, in dem alle sollen handeln dürfen. Allerdings ist gegenüber der Forderung nach Leistung immer auch als Korrektivum entgegenzuhalten, dass es zum Leben gehört, nicht immer leisten zu können. Wenn wir einmal versagen oder eben nichts substantielles für die Gemeinschaft beitragen können, dann ist entscheidend, dass wir nicht fallen gelassen werden sondern getragen werden, von den Nächsten und der Gesellschaft.

Beratungsschwerpunkte der Kontaktstelle für Arbeitslose im 2004

Beratung bei drohender Arbeitslosigkeit

Nach wie vor finden viele Erstkontakte bei drohender Arbeitslosigkeit statt: wenn sich im Betrieb Kündigungen abzeichnen, oder wenn ein Arbeitsverhältnis als sehr belastend empfunden wird. Wer sich frühzeitig über die Konsequenzen einer Kündigung informiert und seine Rechte und Pflichten kennt, kann einiges in die Wege leiten, damit die Zeit der Arbeitslosigkeit einen guten Start nimmt. In Ergänzung zur Telefonberatung finden Interessierte Antworten auf alle möglichen Fragen rund um die Arbeitslosigkeit in unserem Internet-Ratgeber.

Junge Erwachsene ohne soziales Netz

Im vergangenen Jahr stellten wir ein für uns ganz neues Phänomen fest: Jungen Erwachsene, welche die berufliche Mobiliät in unsere Region brachte, und die sich hier voll auf ihr berufliches Fortkommen konzentrierten, fehlt bei einem Stellenverlust jedes soziale Netz. Sie haben grosse Schwiergkeiten, sich zu orientieren und einen grossen Beratungsbedarf.

Junge Erwachsene ohne berufliche Perspektive

Immer mehr junge Erwachsene pendeln ohne die geringste berufliche Entwicklungsperspektive zwischen Arbeitslosigkeit und befristeter Hilfsarbeit. Dies entspricht nicht nur unserer Wahrnehmung. Eine Studie aus der Ostschweiz zeigte auf, dass die Altersklasse der 20- bis 24-jährigen am meisten von Arbeitslosigkeit betroffen ist. Die Kontaktstelle für Arbeitslose berät junge Erwachsene, unabhängig davon, ob sie sich bei der Versicherung angemeldet haben, und unterstützt sie nach Bedarf, z.B. mit Bewerbungsunterstützung. Auch unter den Teilnehmenden der Armutskonferenzen sind viele junge Erwachsene.

Beratung und Vermittlung in Konfliktsituationen Weiterhin grossen Raum nehmen Beratungen in Konfliktsituationen ein. Dabei handelt es sich neben Konflikten am Arbeitsplatz vermehrt auch um Konflikte im Rahmen von Arbeitseinsätzen in Beschäftigungsprogrammen, sowie um Konflikte mit Sachbearbeiter/innen in Ämtern.

Konflikte am Arbeitsplatz (Mobbing)

Von 2002 bis 2004 konnten wir dank einer Projektfinanzierung einen Schwerpunkt Mobbing-Beratung aufbauen und evaluieren. Die meisten Kontakte kommen durch Empfehlungen, einen Medienbericht oder durch unsere Internetseite zustande. Ebenfalls sehr gefragt ist unsere Broschüre zum Thema Mobbing. Die Zusammenarbeit mit anderen Stellen hat sich gut eingespielt. Ein Ziel für die Zukunft wären spezielle Angebote für Mobbingbetroffene während der Zeit ihrer Arbeitslosigkeit.

Konflikte in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit:

Immer wieder begegnen wir eskalierenden Konflikten im Rahmen von Arbeitseinsätzen oder anderen Verfügungen der Versicherung. Für die Versicherten bedeuten diese Konflikte in der Regel massive Kürzungen der Taggelder. Die Kontaktstelle konnte im 2004 auf zwei Ebenen auf Entspannung hinwirken:

-  Untersuchung zu Konfliktmanagment in Beschäftigungsprogrammen: die Situation wurde im Verein der Massnahmenanbieter diskutiert und mittels einer Studie evaluiert. Für die Zukunft können die Anbieter bei Konflikten auf ein externes Mediationsangebot zurückgreifen und die Kontaktstelle wurde um ein jährliches ?Fehlerreporting? gebeten.

-  Aemterbegleitung und Vermittlung: in schwierigen Situationen mit Konfliktpotential nimmt die Kontaktstelle das Gespräch mit den zuständigen Sachbearbeiter/innen auf und versucht die Situation zu ent- spannen. Wenn schwierige Gespräche zwischen Versicherten und Behörde anstehen, hat die Kontaktstelle auch gute Erfahrungen mit Begleitungen gemacht.

Beratung von Sozialhilfe-Bezüger/innen

Immer mehr Menschen sind aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit auf Sozialhilfeleistungen angewiesen. Für die Betroffenen ist der Schritt zur Anmeldung bei der Sozialhilfe eine grosse Belastung. Unsere Beratung hilft den Betroffenen auf diesem Weg: Sozialhilfe zu beziehen, bedeutet für Arbeitslose nicht nur Ausschluss aus der Arbeitswelt, sondern materielle Armut: nicht nur die Ausgaben für den Lebensbedarf müssen auf ein Minimum heruntergesetz werden, auch die festen Kosten dürfen bestimmte Werte nicht überschreiten. Für Viele bedeutet dies, dass sie eine neue Wohnung suchen oder das Auto verkaufen müssen. Für jede aussergewöhnliche Ausgabe muss eine Sonderlösung gesucht werden. Die diesbezüglichen Regelungen sind selbst für Beratende schwierig zu durchschauen.

Armutskonferenz von unten:

In Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft IGA begleitet die Kontaktstelle die Betroffenen-Plattform "Armutskonferenz von unten". Nachdem am gut besuchten "Armutstribunal" im Januar Betroffene gegenüber Verantwortlichen aus Politik und Behörde ihre Sicht dargelegt haben, zeigte die Sozialhilfebehörde Basel-Stadt Interesse an regelmässigen Gesprächen am runden Tisch. Dies ist unseres Wissens das erste Mal, dass eine Sozialbehörde das direkte Gespräch mit den "Klienten" aufnimmt. Ebenfalls eine Novität war das Miteinander von Behörde, Fürsprechenden, Beratenden und Betroffenen im Rahmen der Fachtagung "Armut in Basel", welche die CMS veranstaltete. Die Kontaktstelle kann in diesem Prozess des "Client Involvements" ihre langjährigen Erfahrungen in der Begleitung von Selbsthilfegruppen von Arbeitslosen einbringen und so wesentlich zum Gelingen einer konstruktiven Gesprächskultur beitragen.

Zusammenarbeit im Dreiland Basel-Freiburg-Mulhouse

Schon seit mehreren Jahren besteht ein regelmässiger Austausch zwischen Erwerbslosen-Inititativen aus den drei Ländern unserer Region. Die Fixpunkte der Zusammenarbeit sind das "Maison de la Cityoyenneté Mondiale" in Mulhouse, das "Lebenshaus" in Heitersheim und die Kontaktstelle/Arbeitslosenkomitee in Basel. Im 2004 standen vor allem Fragen der solidarischen Existenzsicherung im Zentrum des Austauschs:

-  Tauschkreise gegen Armut und Ausgrenzung Nach den Erfahrungen in Mulhouse und Heitersheim ist auch in Basel ein Arbeitstauschkreis entstanden. Durch diese organisierte Form der Nachbarschaftshilfe wird soziale Isolation überwunden und Fähigkeiten werden ausgetauscht. Mit dem Tauschkreis in Heitersheim konnte bereits eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit vereinbart werden.

Computer Raum und Schulung

Die Individual-Kurse des Computer Raum und Schulung sind ein wichtiger Beitrag, dass auch ältere, lernungewohnte oder nicht-technikvertraute Menschen den Einstieg in die neuen Medien schaffen. Aber auch Erwerbslose, die auf eine Stellenzusage hin, sich noch schnell Praxis in einer bestimmten Software aneigenen wollen, schätzen dieses Angebot.

Gschängg-Tuusch-Aktion

Die 7. vorweihnachtliche Gschängg-Tuusch-Aktion war wiederum ein grosser Erfolg: ca. 300 Kinder haben je zwei gebrauchte Spielsachen abgegeben und dafür einen Bon bekommen, mit welchem sie in der Offenen Kirche Elisabethen ein Spielzeug auswählen konnten. Dank 200 Bons, welche an die Sozialhilfe Basel-Stadt abgegeben wurden, konnten sich zahlreiche Kinder aus armen Familien ihr Gschänggli aussuchen. Die überzähligen Spielsachen wurden an die elsässische Hilfsorganisation "SOS chômeurs" übergegeben. Die Aktion erfolgte in Zusammenarbeit mit der Offenen Kirche Elisabethen, dem Amt für Umwelt und Energie, dem Basler Kindernäscht und 17 Basler Kindergärten.

Untersuchungen zur Arbeitslosigkeit unter Mitwirkung der Kontaktstelle für Arbeitslose Basel

-  Wenn sich Arbeitslosigkeit mit prekärer Beschäftigung abwechselt: Noch bis im März 2006 läuft am Soziologischen Institut der Universität Bern eine Studie, welche die Beziehung zwischen sozialer Identität und dem Wandel in der Arbeitswelt untersucht. Bei früheren Befragungen fiel den Autoren/innen die Gruppe jener Menschen auf, die nicht lange arbeitslos sind, aber auch nicht stabil in die Arbeitswelt zurückfinden. Die Kontaktstelle für Arbeitslose konnte für die Forschungsinterviews Kontakt zu mehreren Betroffenen vermitteln.

-  Konfliktmanagement in Beschäftigungsprogrammen: Im Rahmen einer Diplomarbeit untersuchte ein Mediator, wie Anbieter von aktiven arbeitsmarktlichen Massnahmen den Bedarf nach Mediation in Konflikten sehen. Das Konfliktpotential ist aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen erheblich. Die Befragung zeigte, dass die meisten Anbieter ihre internen Instrumente für Konfliktmanagement für genügend halten. Eine externe Mediationsstelle würde bei Bedarf dennoch gerne in Anspruch genommen.

-  Sozialhilfe im Umbruch: Die Diplomarbeit eines Studenten der Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel stellt die ?Workfare? Arbeitsintegration in Wisconsin USA der Situation in der Schweiz gegenüber. Als externer Fachberater für den Vergleich mit der Schweiz stand dem Studenten Hans-Georg Heimann vom Team der Kontaktstelle zur Seite.

Praktikumsbegleitungen durch die Kontaktstelle für Arbeitslose Basel

-  Empowerment in der Sozialen Arbeit Sie wolle mit den Betroffenen zusammenarbeiten, sie in dem unterstützen, was sie wirklich wollen, sagte Michaela Maneschg, studierte Sozialarbeiterin aus dem Südtirol, als sie sich für ein Praktikum in Basel vorstellte. Da kam es gerade recht, dass sich mit den ?Armutskonferenzen? von unten ein Selbsthilfeprojekt formierte, das der engagierten Sozialarbeiterin die Gelegenheit gab die Theorie in der Praxis zu erproben - sehr zur Freude aller Beteiligten.

-  Ökonomie und Soziale Arbeit: Geld bringt vieles zum Laufen - wie bringen wir es dazu, dass es gute Arbeitsplätze schafft und die Umwelt schont? Indem wir ein Alternativgeld genau zu diesem Zweck schaffen - sagte sich die Genossenschaft NETZ Soziale Oekonomie, in welcher u.a. Betriebe organisiert sind, deren Entstehen von der Kontaktstelle für Arbeitslose begleitet wurde. Philipp Gisler Student der Sozialarbeit der Hochschule für Sozialarbeit Zürich fand diese Idee so spannend, dass er sein Projektpraktikum bei der Kontakt-stelle für Arbeitslose absolvierte.

Im Blickpunkt: Wie viele Menschen sind wirklich arbeitslos?

"4.7 % Arbeitslose in Basel-Stadt" hiess es im Dezember 2004 in den Medien. Dies entspricht 4?460 Personen. Leider sagt diese Zahl wenig aus über die Zahl der Menschen, die tatsächlich arbeitslos sind. Unsere Übersicht zeigt Ihnen auf, warum im Dezember 2004 in Basel in Wirklichkeit 12'800 Menschen stellensuchend sind. Das sind 13.2%.

Total Stellensuchende BS - 39.4 kB
Total Stellensuchende BS

Statistik Konsultationen 2004

Konsultationen - 204 kB
Konsultationen

Jahresrechnung 2004 und Budget 2005

Jahresrechung 2004 / Budget 2005 - 424.3 kB
Jahresrechung 2004 / Budget 2005

Bilanz per 31.12.2004

 

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