Ein bestimmtes Volk ohne Welt der unmittelbaren Vergangenheit

Die kulturelle Auffassung der Moderne ist ein Gefühl des Weltverlustes. Dies ergibt eine spirituelle Krise der Menschheit (der westlichen)

Hingegen wird der Mensch nun zum autonomen Subjekt. 

Die wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts liess die geschlossene Welt hinter sich und führte in unendlich viele, demokratische Universen. 

Doch die wissenschaftliche Revolution wurde rationalisiert durch die kritische Philosophie: Kant und seine kopernikanische Wende. 

→ moderne Konzeption des Menschen als konstituierende Kraft, als autonomer Gesetzgeber, als Souverän der Natur. 

Es ist die ontologische Annahme der Trennung von Natur und Geschichte. Der Mensch bewohnt die Natur und wird nun Herr der Natur.   

Doch dieses Privileg ist ambivalent (seit der Romantik). Die rationalistische Aneignung und instrumentelle Ökonomisierung der Welt entzaubert die Welt und das weltbildende Dasein (Heidegger).

 

Der moderne Anthropozentrismus oder der Humanismus korrespondiert mit dem Schema “Wir vor der Welt”: wir sind für die Welt geschaffen, die Welt schafft uns. 

 

Doch diese Haltung ist in der Krise: wir gingen der heidnischen Immanenz verlustig. Dies führt bis zum Nihilismus. 

 

Die Trennung zwischen Mensch und Welt wird zu einer ontologischen Unvergleichbarkeit und drückt sich aus in zwei mythischen Figuren: 

 

Die empirische Voraussage vom Ende der Welt löst eine metaphysische Angst aus.