Das thanatologische Argument

 

 

Thanatologie: die Lehre vom Tod und Sterben, einschließlich der psychologischen, sozialen und kulturellen Aspekte. Es umfasst auch die Bestattung und die Art und Weise, wie Menschen mit dem Tod umgehen. Ein Thanatologe kann auch eine Person sein, die sich mit der Wiederherstellung des Körpers eines Verstorbenen beschäftigt, um eine offene Aufbahrung zu ermöglichen. (KI antwort Google)

 

Gegen diese moderne Welt der Menschen ohne Welt wendet sich der spekulative Realismus mit einer Erneuerung der Metaphysik (ontologische Wende) gegen Kant, gegen den Humanismus, mit der Leidenschaft für das Wirkliche, aber keine politische Philosophie oder soziokulturelle Anthropologie, mit der Aufmerksamkeit für nicht menschliche Wesen und Objekte, die Welt ist ohne uns und so eine tote Welt. (Quentin Meillassoux udn Ray Brassier). 

Der Feind ist der Korrelatsionismus mit der Grundidee, dass das Denken und das Sein ist wechselseitig bedingt sei. Kant begann damit indem er die Philosophie weg vom grossen Aussen in den goldenen Käfig des Subjekts sperrte. so ging die Welt verloren. Deshalb muss das Sein vom Denken getrennt werden. Die Welt als dem Denken Äusserliches.   

Aber das Denken als solches gewährt Zugang zu er ausserhalb der Erfahrung liegenden Realität wie Mathematik.

 

Für einen authentischen Materialismus ist der absolute Vorrang einer Welt ohne uns. Der Beweis dafür sind die ‘Archifossilien’ die materielle Spuren von Realitäten aus Zeiten vor unserem Erscheinen auf dem Planeten: wie Spuren die auf das Entstehen des Universums hinweisen, oder auf die Entstehung des Lebens.

 

Das Leben ist wie die Sphäre des Verstandes das Resultat einer Entstehung aus dem Nichts, eines Wunders ohne Gott. 

Ray Brassier als radikaler Hypernihilist meint, dass wenn wir auf lange Sicht schon tot sind, sind wir jetzt schon tot. 

 

Gegen Meissasoux und Brassier meint Shavi 2011: dieser Antianthropozentrismus ist selbst ein Anthropozentrismus einfach umgekehr, denn alles dreht sich um den Menschen. 

 

Das Ende des Gletschers, Turtmanntal 2025